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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2019
Höhenglück
Warum uns die Alpen so faszinieren
Der Inhalt:

Wie fasst eine verletzte Seele Tritt?

von Markus Dobstadt vom 02.09.2019
Vorgespräch: Die Zahl der psychisch Kranken nimmt zu. Eine Tagung der Fairness-Stiftung will dem entgegenwirken
Verzweifelt am Arbeitsplatz. (Foto: Anna Berkut / Alamy Stock Photo)
Verzweifelt am Arbeitsplatz. (Foto: Anna Berkut / Alamy Stock Photo)

Publik-Forum: Frau Schmidt, Sie organisieren die Tagung, »Fairness – damit die Seele wieder Tritt fasst«. Was verbindet Fairness und psychische Erkrankungen?

Jutta Schmidt: Wird jemand als »seelisch krank« bezeichnet, kann das eine Kränkung sein und als sehr unfair empfunden werden, besonders, wenn er selbst die Erkrankung noch nicht wahrhaben will.

Seelische Erkrankungen gelten noch immer als Stigma?

Schmidt: Die Gefahr ist groß, dass Sie Vorurteilen begegnen, wenn Sie sich als erkrankt outen. Medienberichte über psychisch kranke Gewalttäter verstärken diese Tendenz. Seltener hört man, dass Menschen wieder gesund geworden sind. Dabei ist es heute keine Endstation mehr, wenn man seelisch erkrankt. Wir wollen mit der Tagung auch Vorurteile abbauen helfen.

Wie groß ist denn das Problem psychischer Erkrankungen?

Schmidt: Einer Studie zufolge hat sich die Zahl der Krankschreibungen in den letzten zwanzig Jahren verdreifacht. Offen ist, ob es mehr Erkrankungen gibt oder einfach die Sensibilität dafür zunimmt.

Könnte die Zunahme ein Symptom für den wachsenden Druck in der Arbeitswelt sein?

Schmidt: Ich meine, es hängt auch mit der Digitalisierung zusammen. Dadurch entfremden wir uns zunehmend voneinander. Wir schauen vor allem auf Bildschirme. Menschen brauchen aber gute Begegnungen und tragfähige Beziehungen.

An wen richtet sich Ihre Tagung?

Schmidt: An jeden, denn im Prinzip kann jeder erkranken. Auslöser können lang

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