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Mord am Main

von Elisa Rheinheimer-Chabbi 23.01.2019
Frankfurt am Main steht am Wochenende ganz im Zeichen von Mord und Totschlag: Die Litprom-Literaturtage nehmen Kriminalliteratur unter die Lupe. Autoren aus aller Welt sind zu Gast. Diese Literatur ist ein globaler Code, sagt Kurator Thomas Wörtche
Kriminalliteratur ist ein globaler Code: Warum eigentlich?  (Foto: istockphoto/Stevanovic)
Kriminalliteratur ist ein globaler Code: Warum eigentlich? (Foto: istockphoto/Stevanovic)

Publik-Forum.de: Herr Wörtche, Krimis gehören in der ganzen Welt zur meistgelesenen Literatur. Auf manchen Märkten machen sie bis zu dreißig Prozent der Gesamtbelletristik aus. Wie erklären Sie sich das?

Thomas Wörtche: Das liegt daran, dass wir in der Welt, wie sie nun mal ist, pausenlos auf kriminelle Strukturen treffen. Dass dies dann zu Literatur wird, ist nicht verwunderlich. In Südamerika gehört Kriminalliteratur zum festen Bestandteil von Gegenwartsliteratur. Kriminalität ist ja keine skandalöse Ausnahme, sondern ein Normalzustand.

Das ist aber eine steile These …