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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2015
»Der Papst muss liefern«
Publik-Forum-Streitgespräch über Reformen in der katholischen Kirche
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Kann ich hier mitwohnen?

von Birgit-Sara Fabianek vom 09.10.2015
Anders leben im Alter. Es gibt viele Möglichkeiten, seine letzten Jahre oder Jahrzehnte zu verbringen. Gerade die Generation Fünfzig plus hält Ausschau nach gemeinschaftlichen Wohnformen. Birgit-Sara Fabianek hat einige von ihnen erkundet
Wohnen im Alter ist vielfältiger geworden: Manche bauen sich mit anderen ein Haus, andere beteiligen sich an einer Genossenschaft oder ziehen in eine Wohngemeinschaft. Die Bereitschaft, mit anderen zusammenzuleben, wächst (Foto: scusi/Fotolia)
Wohnen im Alter ist vielfältiger geworden: Manche bauen sich mit anderen ein Haus, andere beteiligen sich an einer Genossenschaft oder ziehen in eine Wohngemeinschaft. Die Bereitschaft, mit anderen zusammenzuleben, wächst (Foto: scusi/Fotolia)

Es ist halb acht morgens, mit ein paar Nachbarinnen walke ich durch den Aachener Wald. Für zwitschernde Vögel oder raschelnde Blätter haben wir kaum ein Ohr. Wir diskutieren stattdessen über unser neues Lieblingsthema: Wie will ich leben, wenn ich älter bin? Allein, zu zweit oder gemeinsam mit anderen?

Manchmal erzählen wir auch von Leuten, die schon weiter sind als wir: Von den Palkes, die Zimmer an Studenten vermietet haben und abends zusammen mit ihnen in der Küche sitzen und kochen. Von Krystina, die nach ihrer Trennung mit zwei Freundinnen zusammen am Bahndamm ein altes Haus gekauft hat. Von Mirka, deren Mutter vor Kurzem zusammen mit einem Pfleger bei ihr eingezogen ist. Oder von Maria, die seit zehn Jahren zusammen mit Freunden ein gemeinschaftliches Wohnprojekt plant und jetzt endlich Richtfest feiert.

Was ist bloß los mit uns? Kaum sind die Söhne und Töchter aus dem Haus, erfasst uns eine seltsame Unruhe: Statt nach der aufreibenden Familienphase die Beine auszustrecken und in den verwaisten Kinderzimmern Bügelbretter, Staffeleien oder Heimtrainer aufzustellen, wie es unsere Eltern getan haben, hält die jetzige Generation Fünfzig plus Ausschau nach neuen Wohnformen.

Bloß nicht später allein in der Wohnung vereinsamen, denken wir. Bloß nicht irgendwann jemandem zur Last fallen und dann ins Heim abgeschoben werden. Lieber die Zukunft selbst in die Hand nehmen, wie es in Filmen über Alten-WGs wie »Wir sind die Neuen« oder »Und wenn wir alle zusammenziehen?« propagiert wird.

Gemeinsam ein Haus bauen

Doch wie sieht das in der Realität aus? Und: Gibt’s das hier überhaupt? Denn aus Aachen wegzuziehen, wo wir seit Stud

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