Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2011
Die Lust am Selberdenken
Der Inhalt:

In wenigen Monaten wird Frank tot sein

»Halt auf freier Strecke«: Andreas Dresens Film ist eine intensive und spirituelle Auseinandersetzung mit Sterben und Tod
Der Vater stirbt, und die ganze Familie ist betroffen: Der Film zeigt auch das Drama der Angehörigen (Foto: pandora film)
Der Vater stirbt, und die ganze Familie ist betroffen: Der Film zeigt auch das Drama der Angehörigen (Foto: pandora film)

Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen.« Martin Luthers Liedvers liest und singt sich leicht. Jeder weiß: Menschliches Dasein ist ein »Lauf zum Tode« (Augustinus). Gerade jetzt im Spätherbst weist vieles darauf hin. Hier fallende Blätter, dort kürzere Tage. Mal der fehlende Horizont im Nebel, mal Bibelverse aus dem Brahms-Requiem: »Herr, lehre doch mich, dass es ein Ende mit mir haben muss.« Wie aber ist es, wenn man plötzlich und direkt mit der konkreten Todesaussicht konfrontiert wird?

Ein bösartiger Tumor

Genau das zeigt Andreas Dresens Film »Halt auf freier Strecke« am Anfang. Kein Vorlauf, kein langsames Herantasten ans Thema. Ein Ehepaar sitzt gemeinsam vor dem Schreibtisch eines Krankenhausarztes. Bösartiger Gehirntumor. Inoperabel. Chemotherapie und Bestrahlung nahezu wirkungslos. In wenigen Monaten wird Frank tot sein. Der Arzt stammelt von Schicksal, muss zwischenzeitlich ans Handy. Das Paar