Sterben. Über das Unausweichliche
Das Sterben ist gewiss keine heitere Angelegenheit. Es kann leicht sein oder mühsam, quälend oder ruhig. Unausweichlich ist es in jedem Fall.
Die Vorstellungen vom »guten Tod« aber können unterschiedlicher nicht sein. Ist gutes Sterben schmerzlos oder unvermittelt? Ist es ein plötzlicher Tod durch Unfall oder Herzversagen, sodass dem Betroffenen ein langes Leiden erspart bleibt? Oder ist gutes Sterben langsames Gehen und bewusstes Sich-Verabschieden? Stirbt es sich leichter, wenn man daran glaubt, nach dem Tod bei Gott aufgehoben zu sein? Und wie antwortet man auf das Sterbenmüssen, wenn man keine Hoffnung auf ein »Weiterleben« nach dem Tod hegt?
Kann man sich auf das Sterben vorbereiten, zum Beispiel durch eine Patientenverfügung, in der man bestimmt, ob und wie man im Falle einer schweren Krankheit behandelt oder nicht behandelt werden will? Keine leichte Frage, wie mancher feststellen muss, der sich intensiver damit auseinandersetzt.
Hilfreich ist in der allerletzten Phase des Lebens die Begleitung durch andere Menschen: durch nahe Angehörige, Schwestern und Ärzte, eine Seelsorgerin, einen Seelsorger - sei es zu Hause, im Krankenhaus oder im Hospiz. Auch unterstützende und tröstende Rituale, die gerade die Kirchen bereithalten, können in dieser existenziell herausfordernden Situation eine befreiende Begleitung sein.
Woody Allens frommer Wunsch
Das aktuelle Publik-Forum EXTRA »Sterben. Über das Unausweichliche« bietet Menschen einen Raum zum Erzählen, die persönlich den Prozess des Sterbens begleiten oder einfach mit dem Sterben konfrontiert wurden.
Woody Allen hat einmal gesagt: »Ich habe nichts gegen das Sterben. Ich will nur nicht dabei sein, wenn es passiert.« Das ist - leider - ein frommer Wunsch. Allerdings ein durchaus verständlicher.
