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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2012
Hoffen und Widerstehen
Konziliare Versammlung: Reformchristen suchen einen neuen Aufbruch
Der Inhalt:

Hier pfarre ich, ich kann nicht anders

»Seit mehr als dreißig Jahren bin ich Pfarrerin in der Gemeinde Berlin-Pankow, die sich in ihrer Geschichte Nationalsozialisten und DDR-Kadern widersetzt hat.« – Gedanken zum Reformationstag von Ruth Misselwitz
Ruth Misselwitz: »Mehr als dreißig Jahre habe ich in dieser Kirche erlebt, zehn Jahre in der DDR, 21 Jahre in der Bundesrepublik. In dieser Zeit wehte mir der protestantische Geist manchmal ziemlich heftig entgegen.« (Foto: Pramme)
Ruth Misselwitz: »Mehr als dreißig Jahre habe ich in dieser Kirche erlebt, zehn Jahre in der DDR, 21 Jahre in der Bundesrepublik. In dieser Zeit wehte mir der protestantische Geist manchmal ziemlich heftig entgegen.« (Foto: Pramme)

Mitten auf dem Dorfanger steht sie, die alte Pfarrkirche zu Pankow. Um sie herum donnert der Straßenverkehr, über ihr die tief landenden Flugzeuge nach Tegel, unter ihr die Grüfte mit Särgen aus Generationen davor. Seit sechs Jahrhunderten bildet sie das Herz von Pankow. Die Stürme der Zeit sind über sie hinweggefegt, Freud und Leid haben ihre Spuren in den Steinen hinterlassen: wirtschaftlicher Aufschwung und Niedergang, Kriege und Hungersnöte, Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und wieder Taufen.

»Ich bin die dritte Pfarrerin hier seit der Reformation«

Dreißig Jahre davon habe ich in dieser Kirche erlebt, zehn Jahr