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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2017
Die zerrissene Gesellschaft
Was tun gegen den Rechtspopulismus?
Der Inhalt:

Fremde Eltern

Menschen, die als Kind adoptiert wurden, leiden oft unter einem Gefühl von Wurzellosigkeit und mangelndem Selbstwertgefühl. Viele suchen irgendwann im Leben ihre leiblichen Mütter und Väter. Und lernen sich dabei selbst besser kennen
Tausend Fragen: Adoptierte grübeln oft lange über ihre Herkunft und die Gründe, warum sie weggegeben wurden (Foto: shutterstock)
Tausend Fragen: Adoptierte grübeln oft lange über ihre Herkunft und die Gründe, warum sie weggegeben wurden (Foto: shutterstock)

Seine lange Nase passt nicht in sein rundliches Gesicht. Das ist mein erster Gedanke, als er mich am Bahnsteig begrüßt. Er ist eher untersetzt, ein Mann um die Fünfzig mit roten Backen und flinken Augen. Ich bin einen Kopf größer als er, 23 Jahre alt und habe lange Haare. Es ist das erste Mal, dass ich meinem leiblichen Vater gegenüberstehe.

Im Zug habe ich Kette geraucht, die Spannung kaum ausgehalten: Wie sollte ich mit dem Mann sprechen, ohne den es mich nicht geben würde, der mich aber bisher verleugnet? Was sollte ich tun, wenn er nur Desinteresse zeigt? Oder lügt? Und was, wenn er mir gefiele? Wäre das ein Verrat an meinen Adoptiveltern?

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