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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2016
Hoffnung für die Stadt
Theologe Jürgen Moltmann über Christsein in den kapitalistischen Metropolen
Der Inhalt:
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Abschied vom Bindestrich

von Eva-Maria Lerch vom 30.05.2016
Die Familie von heute wird nicht mehr von Traditionen und Rollenmustern bestimmt. Jedes Paar muss sein Zusammenleben selber aushandeln. Das ist anstrengend – und fängt schon mit dem Namen an
Was wird der Familienname, wenn ein Paar sich findet? Für diese und viele andere Entscheidungen gibt es heute keine Vorbilder mehr, die Familien dürfen aber müssen auch selbst ihren Weg finden (Foto: David-W-/photocase.de)
Was wird der Familienname, wenn ein Paar sich findet? Für diese und viele andere Entscheidungen gibt es heute keine Vorbilder mehr, die Familien dürfen aber müssen auch selbst ihren Weg finden (Foto: David-W-/photocase.de)
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Anfang des Jahres habe ich mich von meinem Doppelnamen getrennt. Mein Familienname lautet jetzt nicht mehr »Baumann-Lerch«, sondern nur noch »Lerch«. Und ist jetzt auch offiziell im Personalausweis so eingetragen. Fast überall, wo ich die Änderung gemeldet habe – bei der Sparkasse, beim Zahnarzt oder in der Autowerkstatt –, stieß ich auf mitleidige Gesichter. Aber nein, meine Damen und Herren, ich habe mich nicht scheiden lassen. Herr Lerch und ich sind nach wie vor glücklich verheiratet. Ich habe den Doppelnamen nur aufgegeben, weil er mir schon lange lästig war.

Damals, 1990, als wir geheiratet haben, galt es für eine emanzipierte Frau als Ehrensache, ihren Geburtsnamen (der Begriff »Mädchenname« war bereits tabu) zumindest in einer Bindestrich-Konstruktion weiter mit sich zu führen. Die Mö

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