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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2023
Der Inhalt:
Religion & Kirchen
Leben & Kultur

Nachruf
Fromme Frauenrechtlerin

Lea Ackermann hat sich in ihrem Leben stets für Frauen in Notlagen engagiert. Nun ist die Ordensschwester 86-jährig in Trier gestorben.
von Schrom vom 02.11.2023
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Lea Ackermann. (Foto: PA / DPA / Thomas Frey)
Lea Ackermann. (Foto: PA / DPA / Thomas Frey)
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»Ich bin sehr fromm, liebte das Abenteuer und wollte nach Afrika.« So schilderte Lea Ackermann rückblickend ihre Entscheidung, mit 23 Jahren ihren Beruf als Bankkauffrau aufzugeben und in den Orden der Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika einzutreten. Sie studierte Theologie und wirkte als Lehrerin in Ruanda und Kenia. Dort traf sie auf Frauen, deren wirtschaftliche Not so groß war, dass sie sich als Prostituierte verkauften. Beherzt organisierte sie vor Ort Hilfsprojekte: Schul- und Berufsausbildung, Kinderbetreuung, sichere Wohnorte. Das Thema Zwangsprostitution hat sie fortan nicht mehr losgelassen. 1985 gründete sie in Mombasa das Projekt Solwodi (Solidarity with Women in Distress, Solidarität mit Frauen in Not). Zurück in Deutschland engagierte sie sich gegen Sextourismus, Heirats- und Menschenhandel. Das Schicksal der Osteuropäerinnen, die mit falschen Versprechungen angelockt wurden, bewegte sie. Solwodi unterhält deutschlandweit 21 Beratungsstellen. Prostitution war für Lea Ackermann ausnahmslos ein Akt der Gewalt. Den Begriff »Sexarbeit« lehnte sie ab, weil sie ihn für Etikettenschwindel hielt. So war sie eine erbitterte Gegnerin des liberalen Prostitutionsgesetzes der rot-grünen Regierung von 2001. Für ihren Einsatz erhielt sie hohe Auszeichnungen. Am 31. Oktober verstarb sie im Alter von 86 Jahren.

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