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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2012
Jesu Geburt: Die Würde der Ohnmächtigen
Der Inhalt:

Jesus, Sölle und Loriot

von Norbert Copray vom 21.12.2012
Auf den vielfältigen Spuren der Weihnachtsbotschaft

Frank Kürschner-Pelkmann Von Herodes bis Hoppenstedt Auf den Spuren der Weihnachtsgeschichte. Tredition. 100 Abb. 696 Seiten. 36,80 €

Wer König Herodes ist, das wissen (noch) viele Zeitgenossen. Aber wer ist Hoppenstedt? Es geht um einen Loriot-Sketch: »Weihnachten bei Hoppenstedts«. Die Feier entgleist. Unter Konsummüll und entleerten Ritualen bricht das Weihnachtsfest zusammen, untermalt von der Marschmusik Opa Hoppenstedts. Vicco von Bülow alias Loriot nimmt in dem kleinen Film die Widersprüchlichkeit des Weihnachtsfestes aufs Korn. Er konfrontiert die Weihnachtsromantik mit den drastischen Realitäten des Lebens.

Die Spannung zwischen Weihnachtsbotschaft und Lebensrealität durchzieht auch die Geburtserzählungen des Neuen Testaments. Zwar fand der Kindermord durch Herodes historisch nicht statt, die Geschichte spiegelt aber die Brutalität der gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen wider, in die Jesus hineingeboren wird.

Der freie Journalist Frank Kürschner-Pelkmann hat ein umfangreiches und spannendes Werk geschaffen, in dem er nahezu alle Aspekte, Themen und Texte umgreift, die das Neue Testament und die neutestamentlichen Apokryphen (frühchristliche Texte, die keine Aufnahme in den Kanon des Neuen Testaments gefunden haben wie beispielsweise das Thomas- oder das Jakobusevangelium) zu Weihnachten zu bieten haben. Entscheidend ist stets die Spannung zwischen der Lebenswirklichkeit auf unserem Planeten und der Weihnachtsbotschaft.

Kürschner-Pelkmann beleuchtet den Kontext, in dem sich die Kindheitsgeschichte Jesu ereignet und stellt informative und anregende Entsprechungen zwischen damals und heute her; etwa wenn es um globale Macht oder um das Ausgeliefertsein der Menschen an ökonomische Strukturen geht. Er zeichnet das antike Leben in Palästina nach und lässt zentrale Gestalten der Kindheitsgeschichte in eigenen Exkursen hervortreten wie Jesus, Maria, Johannes den Täufer, Josef, Augustus, Herodes, die Weisen und Paulus.

Umfassend werden die Leserinnen und Leser über alles in Kenntnis gesetzt, was für das Verständnis der Weihnachtsgeschichte bedeutsam ist. Auf gelungene Weise werden Erkenntnisse der historisch-kritischen Methode einbezogen; zugleich erschließt der Autor den theologischen und spirituellen Gehalt von Weihnachten. Er wird fundiert auf aktuelle Fragen nach der

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