Das Ende der Geduld

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Am Ende saß Pablo Solon ganz allein da. Der Botschafter Boliviens auf der Klimakonferenz im mexikanischen Cancún hatte bis zuletzt für einen konsequenten Klimaschutz gefochten und versucht, allein gegen 193 Kollegen einen »faulen Kompromiss« zu verhindern. Doch am Ende einer durchtagten Nacht, am Morgen um halb vier, war der Kompromiss beschlossen – von allen umjubelt, die bereits mit dem völligen Scheitern der Konferenz gerechnet hatten, und von Bolivien bedauert.
Das ist die eine Lehre von Cancún: Wenn die Staaten sich zusammenreißen und wenn die Verhandlungsführung exzellent ist, kann sich der schwerfällige Tanker Vereinte Nationen bewegen. Die zweite Lektion: Wenn die Delegierten ein Abkommen wirklich wollen, ist ihnen die Rechtsform nicht heilig: Da die U
Die Klimakonferenz von CancúnNach den Beschlüssen von Cancún soll es ein Nachfolgeabkommen für den Kyoto-Vertrag geben, der 2012 ausläuft. Er zwingt die Unterzeichner zur Verringerung von Kohlendioxid. Große Treibhausgas-Produzenten wie die USA und China haben das Abkommen jedoch nicht unterzeichnet. Die Industrieländer stehen allerdings zu den Einsparzielen, zu denen sie sich seit der Klimakonferenz in Kopenhagen verpflichtet haben. Diese Ziele sind damit Teil eines UNO-Vertrages. Zudem wurde in Cancún ein »Grüner Fonds« beschlossen, der mit 10 Milliarden Dollar gespeist wird. Er soll Schutzmaßnahmen in armen Ländern finanzieren, die vom Klimawandel besonders betroffen sind.
