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Lügen, Minister und Warteschleifen

Politiker behaupten: Die meisten Jugendlichen bekommen eine Lehrstelle. Doch die Statistiken werden bewusst geschönt
von Johannes Nitschmann vom 18.11.2005
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Als Karl-Josef Laumann (CDU) im Juni sein Amt als nordrhein-westfälischer Arbeitsminister antrat, offenbarten ihm Beamte seines Hauses einen Statistiktrick der rot-grünen Vorgängerregierung. Tausende von Jugendlichen, die zwischen Rhein und Weser zum Teil schon mehrere Jahre verzweifelt nach Ausbildung und Arbeit suchen, tauchen in diesen Papieren als »versorgt« auf. In Wahrheit stehen sie auf dem Abstellgleis. Ihre Zeit vergeuden sie in überlaufenen Berufskollegs und fragwürdigen Qualifizierungsmaßnahmen, die mit Milliardengeldern der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden.

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