Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2023
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

Kritik an Kindergrundsicherung

vom 02.10.2023
Die Kindergrundsicherung soll Kinderarmut in Deutschland bekämpfen. (Foto: PA / Photothek / Ute Grabowsky)
Die Kindergrundsicherung soll Kinderarmut in Deutschland bekämpfen. (Foto: PA / Photothek / Ute Grabowsky)

Nach monatelangem Streit hat die Ampel den Entwurf für ihr wichtigstes sozialpolitisches Projekt beschlossen – doch Sozial- und Familienverbände üben scharfe Kritik. »Die sogenannte Kindergrundsicherung ist schon vor ihrem Beginn an ihrem wichtigsten Ziel, der Bekämpfung von Kinderarmut, gescheitert«, sagte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. »Jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Armut auf. Es ist unbegreiflich, dass sich die Bundesregierung nicht zu einer Erhöhung der Leistungen durchringen konnte.« Im Gegenteil drohe einigen, nämlich Kindern aus geflüchteten Familien, sogar eine Verschlechterung. Auch aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerks werden geflüchtete Familien beim derzeitigen Entwurf benachteiligt. Die Kinderrechtskonvention verbiete eine Diskriminierung von Kindern aufgrund von Herkunft und Aufenthaltsstatus, betonte das Hilfswerk. Die Kindergrundsicherung soll ab 2025 wesentliche Familienleistungen bündeln und leichter zugänglich machen. Dem Beschluss war ein Streit über die Finanzierung vorausgegangen. Im April erteilte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) den von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) geforderten zwölf Milliarden Euro eine Absage und nannte stattdessen zunächst zwei Milliarden. Für die Einführung einigte man sich nun auf 2,4 Milliarden Euro. Das Gesetz bedarf der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 19/2023 vom 06.10.2023, Seite 35
Was läuft falsch im Vatikan?
Was läuft falsch im Vatikan?
Der Jesuit Hans Zollner über mangelnden Aufklärungswillen bei sexuellem Missbrauch
Digital-Zugang: 4 Wochen für 1€
Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.