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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2012
Wenn es den Himmel gäbe
Gott in der Literatur der Gegenwart
Der Inhalt:

Klimaschutz mit Hilfsmotor

Elektrofahrräder sind beliebt. Doch sie benötigen Strom und Rohstoffe für ihre Akkus. Wie umweltfreundlich sind sie?

Wenn radelnde Senioren am Berg scheinbar mühelos mit weitaus jüngeren Fahrradfahrern mithalten, ist das meist keine Frage der Kondition, sondern der Technik. Ein Elektromotor unterstützt beim Fahren und macht aus angestrengtem Strampeln gemütliches Treten.

Etwa 310 000 Elektroräder, auch Pedelecs genannt, sind laut Zweirad-Industrie-Verband im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft worden. Das waren 55 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwei von drei Käufern sind nach Schätzungen über fünfzig. Doch ihr Anteil nimmt ab, weil die Hersteller ihr Sortiment immer weiter ausbauen. Rennräder und Mountainbikes mit Elektromotor sind keine Seltenheit mehr.

»Pedelecs sind im Prinzip eine feine Sache«, sagt Bettina Cibulski. Nach Ansicht der Pressesprecherin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) bieten sie insbesondere Menschen mit verminderter Leistungsfähigkeit oder körperlichen Einschränkungen die Chance, mobil zu bleiben. Sie schonen die Gelenke und das Herz-Kreislauf-System, weil der Elektromotor dem Radler Arbeit abnimmt. »Hohes Gewicht, hohe Kosten und begrenzte Reichweite der Elektrofahrräder schränken den Fahrspaß aber oft noch immer ein«, sagt Cibulski. Daher plädiert der ADFC dafür, lieber weiter mit dem klassischen Fahrrad zu fahren.

Welche Entscheidung wäre für Klimaschützer die beste? Ist es aus ökologischen Gründen zu rechtfertigen, mit Elektrounterstützung zu radeln? In einer Lebenszyklus-Analyse hat der europäische Radfahrer-Dachverband errechnet, wie viel Kohlendioxid Fahrräder, Pedelecs, Autos und Busse pro Person in die Luft pusten. Dabei wurde die Produktion ebenso berücksichtigt wie der Energiebedarf des Fahrers. Im Ergebnis sind Fahrr