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Zum 800. Todestag des Heiligen Franz von Assisi
Warum so lieblich?

Vor 800 Jahren ist der »Poverello« gestorben. Er gilt als Verkörperung einer besseren Welt und einer menschlicheren Kirche. Als Projektionsfläche für viele Sehnsüchte taugt er aber nur bedingt.
von Paul Kreiner vom 25.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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(Foto: pa/akg-images / Stefan Diller)
(Foto: pa/akg-images / Stefan Diller)

Er ist der bekannteste Heilige der Christenheit, nicht nur ihres katholischen Teils. Ihn mögen alle. Aber wissen auch alle, wen sie da mögen? Franz von Assisi, gestorben am Abend des 3. Oktober vor genau 800 Jahren, dürfte der Heilige sein, der am stärksten stilisiert worden ist. Weihrauch vernebelt die meisten Daten seines Lebens. Aus frommen Legenden und »fioretti«, auf Deutsch: Blümchensammlungen, werden unentwegt liebliche Porträts gepuzzelt: Sehnsuchtsbilder von einer besseren Welt, einer besseren Kirche – und von einem schmächtigen Mann, den man als deren Verkörperung betrachtet. Als Kraft der Schwachheit. Jedenfalls als die Verheißung davon.

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