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Der Kompromiss-Kandidat

Neuer Patriarch in der Ukraine: Doch eine Befriedung scheint weiter schwierig
vom 29.08.2014
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Er sei offen für Gespräche über eine Wiedervereinigung der beiden orthodoxen Kirchen in seinem Land. Das erklärte das neu gewählte Oberhaupt der zum Moskauer Patriarchat gehörenden orthodoxen Kirche in der Ukraine, Metropolit Onufri von Czernowitz und der Bukowina. Sein Gegenüber, Patriarch Filaret, Oberhaupt der orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats, reagierte ablehnend: Onufri sei kein Patriot, ein Dialog mit ihm lohne nicht. Der 69-jährige Onufri gilt als theologisch konservativ. Er legt Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit der russisch-orthodoxen Kirche und steht einer Annäherung der Ukraine an die Europäische Union skeptisch gegenüber. Er verurteilte allerdings im Gegensatz zum Moskauer Patriarchen Kyrill die Annexion der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim durch Russland. Der neue Patriarch gilt als Kompromisslösung zwischen den beiden Flügeln seiner Kirche: denen, die sich auf die Seite der prorussischen Separatisten gestellt haben, und jenen, die die neue Regierung in Kiew unterstützen.

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