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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2022
Der Inhalt:

Leserbrief
Familienbande

vom 05.08.2022
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Zu: »Mehr als Vater, Mutter, Kind« (13/22, Seite 12-15)

Im Vorwort wird festgestellt, dass Alleinerziehende oftmals arm sind. Warum ist das so? Weil Frauen in der Regel bei gleicher Ausbildung weniger verdienen. Weil Frauen in der Regel Berufe wählen, die wenig Aufstiegsmöglichkeiten und wenig Gehalt bieten. Weil das Steuerrecht die Verheirateten steuerlich begünstigt: Alleinerziehende haben Steuerklasse zwei und werden daher höher besteuert. In anderen Ländern wird die strukturelle Benachteiligung von Frauen systematisch abgeschafft. In Schweden ist es klar, dass Männer und Frauen jeweils eine eigene Rente erarbeiten müssen. Es gibt kein benachteiligendes Ehegattensplitting. Warum nicht mal in andere Länder schauen, wo dieses Thema längst durch ist? Frankreich: Selbst Geschwister, die finanzielle Verantwortung füreinander übernehmen, zum Beispiel zusammen in einer Wohnung leben, werden steuerlich begünstigt. Gundula Moldenhauer, Rostock

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 15/2022 vom 05.08.2022, Seite 58
Der Riss ist tief
Der Riss ist tief
Wie Betroffene von Missbrauch die falschen Gewissheiten der Kirchen entlarven

Im Artikel geht es um Lebensrealitäten und eine sinnvolle Definition des Begriffes »Familie«. Sehr gut, das Auge auf nicht alltägliche und trotzdem sehr wertvolle Lebenswirklichkeiten zu richten in der Hoffnung, dass alle verantwortungsvollen Lebensformen, die der nächsten Generation dienen, mit der Zeit selbstverständlich und nicht mehr hinterfragt werden. Als altgediente Pflegemutter vermisse ich dabei: Die Familienlebensform zur Unterstützung der nachfolgenden Generation über die Blutsverwandtschaft hinaus stellt ebenfalls eine Besonderheit im Familienbegriff dar. Von der Überzeugung getragen, dass eine Erwachsenengeneration grundsätzlich für die nachkommende Generation in Verantwortung steht, leben wir seit mehreren Jahrzehnten mit Pflegekindern zusammen. Alle hatten/haben ihren Rucksack mit schweren chronischen Erkrankungen/Behinderungen zusätzlich zu nicht ausreichend fürsorglichen und schützenden Eltern mit auf ihren Lebensweg bekommen. Unsere ältesten Pflegekinder sind inzwischen Anfang 50, der Jüngste gerade 16 Jahre alt geworden. Alle Beziehungen werden bis heute als hilfreich erlebt, lassen sie doch einzigartige Kontinuität erleben, verbunden mit Wertschätzung und Vertrauen. Christine Walf-Kirsch, Lehre

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Eine Familie besteht nach natürlichem, allgemein-menschlichem, nicht nur christlich geprägtem Ideal aus »Vater-Mutter-Kind(ern)«, daran gibt es nichts zu rütteln. Auf historisch bezeugte Fälle von Polyandrie und Polygynie brauche ich hier wohl nicht einzugehen. In unserer Gesellschaft werden seit geraumer Zeit geradezu hypertroph angebliche Menschenrechte ohne jede Bindung an die damit essenziell verbundenen(!) Menschenpflichten gefeiert. Der großen Zahl unverantwortlich handelnder Menschen sind die sogenannten Ein-Eltern-Familien und andere Konstellationen zu »verdanken«. Dass nun auch seitens einer relativ aufgeklärten, liberal-christlichen Presse versucht wird, das Ideal als Ausnahme, dagegen Abweichungen aller Art als mehr oder weniger normal hinzustellen, finde ich skandalös und unverantwortlich. Stefan Zimmer, Sankt-Augustin

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