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Tiger im Kopf

von Birgit-Sara Fabianek vom 25.07.2014
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Roman. »Nachts, wenn der Tiger kommt« bietet keine Hochspannung, aber das macht diese Geschichte über das Vergessen und Vergessen-Werden nicht minder lesenswert. Die Australierin Fiona McFarlane beschreibt auf beunruhigende Weise, wie es sich anfühlt, wenn einem die Welt entgleitet. Die 75-jährige Ruth Field ist Witwe, und sie lebt allein in ihrem Strandhaus in New South Wales. Ihre Söhne wohnen im Ausland, sie wollen nicht wahrhaben, dass ihre Mutter allein nicht mehr zurechtkommt – ein Telefonat ab und zu muss reichen. Das gilt auch, als ihre Mutter eines Nachts einen Tiger durchs Haus schleichen hört und nicht sicher ist, wem sie trauen soll: Ihrem inneren Erleben, das diesen Tiger riecht und sieht und hört, oder den Erfahrungen der Außenwelt, nach denen es in Australien keine freilaufenden Tiger gibt.

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