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Oliver Gehrs
Der Spiegel-Komplex
Wie Stefan Aust das Blatt für sich wendete. Droemer. 335 Seiten. 19,90 EUR

Einst war das Spiegel-Magazin, gegründet und geleitet von Rudolf Augstein, ein Blatt, das die Mächtigen das Fürchten lehrte. Seitdem jedoch sein Nachfolger Stefan Aust die Spiegel-Redaktion leite, gehöre dies der Vergangenheit an. Aust habe, so beklagt der Autor des Buches, ein ehemaliger Spiegel-Redakteur, den Kurs des Blattes leichtfertig gewendet. Wie er dies schaffte, soll der intime Blick hinter die Kulissen vermitteln. Dem Leser des Buches wird bewusst, dass Augstein für den erkennbaren wirtschaftlichen Erfolg seines Nachfolgers die entscheidenden Voraussetzungen geschaffen hat. Augstein selbst war es, der für Aust den roten Teppich ausgerollt hat, für einen äußerst flexiblen Publizisten, der vor seiner Spiegel-Zeit in mehreren linksgewirkten Blättern gearbeitet hatte. Seine Themen waren: Der Protest gegen den Vietnam-Krieg, die 68er, die RAF sowie die Anti-Atomkraft- und Umweltbewegung. Wie Augstein in seiner Weise, so hat sich Aust um die Demokratisierung verdient gemacht. Umso grotesker seine Wende in seiner Position als Spiegel-Chef. Um mit Hans Magnus Enzensberger zu sprechen: Aust wandelte sich zu einem gewieften Jongleur einer jeweils »Von-Fall-zuFall«-Meinung. Denn seit Aust dirigiere, beziehe der Spiegel keine Position mehr, die länger als zwei Wochen durchgehalten werde. Stefan Aust sei zu einem erfolgreichen »Meinungsführer ohne Meinung« geworden, passend in einer Zeit verschwommener Linien, in der klare Haltungen unter Ideologieverdacht stehen. Dieses Buch macht mit konkreten Belegen plausibel: Aust ist einer, der einst gegen die Mächtigen anschrieb, jedoch als Spiegel-Chef selbst den Verlockungen eines mächtig Gewordenen erlegen ist. Bedauerlich!

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