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Gehorchen und Töten

Kriege finden nach Gesetzen der Psychologie statt, der menschliche Wille wird gebrochen. Auch bei den Folter-Soldaten im Irak. Wann lernen wir, nein zu sagen?
von Eugen Drewermann vom 04.06.2004 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Der Pazifismus ist keine Utopie, er ist die Bedingung dafür, Mensch zu werden oder Mensch zu bleiben. Der Grund liegt in der Natur dessen, was wir Krieg nennen. Wir brauchen das Wort nur auszusprechen und fallen durch einen unsichtbaren Schacht um Jahrtausende der menschlichen Kulturgeschichte zurück. Krieg ist das Gesetz des Stärkeren schlechthin. Wir sehen jetzt die Bilder aus Abu Ghraib. Man wird natürlich das Desaster der Folterpraktiken der eigenen britischen und amerikanischen Armee auf Einzeltäter zurückzuführen suchen, Mrs. Lynndie England ist es dann gewesen. Es ist wahr, dass es privaten Sadismus gibt, dass Menschen wütend und verzweifelt sind bis zum Amoklauf, und all das mag psychoanalytisch behandelbar sein oder in Einzelfällen auch gar nicht.

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