Zur mobilen Webseite zurückkehren

Unser Papst?

Papst Franziskus ist umstritten. Vielen Europäern wird er fremd sein. Denn die Welt der Armen kennen sie nicht
von Thomas Seiterich vom 22.03.2013
Artikel vorlesen lassen

Papst Franziskus gilt in seiner Heimat Argentinien als ein überzeugender, jedoch notfalls beinharter Kirchenmann, der nicht viele Worte macht. Außer wenn er predigt. Dann spricht der schmale 76-jährige Jesuitenpater Jorge Mario Bergoglio gern politischen Klartext. »Eine Globalisierung ohne Solidarität wirkt sich negativ auf die ärmsten Schichten aus«, sagt er 2007 zu den im Wallfahrtsort Aparecida versammelten Bischöfen aus ganz Lateinamerika. So spricht kein Rechter. Bergoglio fährt fort: »Dabei geht es nicht allein um Unterdrückung und Ausbeutung, sondern um etwas Neues, um den gesellschaftlichen Ausschluss. Durch ihn wird die Zugehörigkeit zur Gesellschaft, in der jemand lebt, untergraben. Denn man lebt nicht bloß unten oder am Rand ohne Einfluss, sondern man steht draußen. Die Ausgeschlossenen sind nicht nur Ausgebeutete. Schlimmer: Sie sind Überflüssig-Gemachte, sie gelten als menschlicher Abfall.«

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0