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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2019
Der Inhalt:
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in Memoriam
Ein neuer Ton in der Kirche

von Eva-Maria Lerch vom 08.03.2019
Der Dichterpriester Lothar Zenetti
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Eines seiner schönsten Lieder schrieb er für ein Kind. Darin bittet Lothar Zenetti um den Segen, dass es gehen und sprechen lernen möge. Und »dass es greifen lernt mit seinen eigenen Händen: nach der Hand seiner Freunde, nach Maschinen und Plänen, nach dem Brot und den Trauben und dem Land der Verheißung«. In diesem Kindersegen, der heute oft bei der Taufe gesungen wird, kommt die poetische Kraft des Dichterpriesters zum Ausdruck, seine Sehnsucht nach dem »Land der Verheißung«, sein Blick auf die konkreten Menschen und die alltägliche Welt. Das war ein neuer Ton in der Kirche der Nachkriegszeit, und er klingt bis heute in seinen Kirchenliedern weiter. Lothar Zenetti wollte ursprünglich Künstler werden, wurde dann aber als Soldat verwundet, kam in französische Kriegsgefangenschaft und studierte dort im sogenannten »Stacheldrahtseminar« katholische Theologie. Als Frankfurter Gemeindepfarrer schrieb er später Texte zur Liturgie, zur Meditation, zum Bibelverständnis und zum politisch-sozialen Auftrag der Christen, die die geistliche Landschaft in Deutschland verändert haben. Sein Text »Was keiner wagt, das sollt ihr wagen« wurde von Konstantin Wecker gesungen. Bei konservativen Kirchenvertretern stieß Zenetti oft auf Ablehnung, galt als unfromm und provozierend. Dennoch sind viele seiner Lieder in die Gesangbücher eingegangen. Lothar Zenetti starb im Alter von 93 Jahren.

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