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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2015
Kann Religion Frieden?
Was die Macht des Terrors bricht
Der Inhalt:

Zu kurze Schornsteine

von Andreas Boueke vom 13.03.2015
Neue Kochherde sparen Brennholz und leiten den Rauch nach außen. Eigentlich war das Projekt in Guatemala gut gemeint. Doch dann lief alles ganz anders
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Jede zweite Familie in Guatemala kocht auf offenem Feuer, oft in einer Küche ohne Fenster, mit Bretterwänden und einem Wellblechdach. Der Rauch dringt durch Ritzen und Rostlöcher nach draußen. Drinnen atmen die Frauen täglich viele Stunden lang Luft voller Rußpartikel. Neben ihnen auf dem Staubboden liegt häufig ein Säugling, eingewickelt in bunte Tücher. Seit der ersten Lebenswoche dringt Rauch in die Lungen dieser Kinder.

Die Menschen kennen es nicht anders. Schon ihre Groß- und Urgroßeltern kochten so. Sie wissen nicht, dass der Rauch Krebsleiden und Augenentzündungen auslöst. Viele internationale Hilfsorganisationen unterstützen den Kauf sparsamer Kochherde. Das Welthaus Bielefeld etwa hat bisher rund 900 mobile Herde in Guatemala installiert. Zwanzig Prozent der