Zur mobilen Webseite zurückkehren

Wie entsteht die Fähigkeit zur Liebe?

von Katharina Elliger vom 10.03.2000
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:

Sie haben noch kein Digital-Abonnent? Jetzt für 0,00 € testen
PFplus

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Upgrade:

Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 34.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
PFplus

Jetzt direkt weiterlesen:

Digital-Zugang
  • diesen und alle über 34.000 Artikel auf publik-forum.de
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper
  • 4 Wochen für nur 1,00 €
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper ergänzend zu Ihrem Print-Abo

Anselm Grün
Im Haus der Liebe wohnen
Kreuz. 158 Seiten. 28,? DM

Dem Benediktiner Anselm Grün ist es gelungen, glaubhaft und überzeugend über die Liebe zu schreiben. Dabei spart er Sexualität, Erotik und Körperlichkeit nicht aus. Das Gelingen hängt von vielen Faktoren ab. Da sind zunächst die Offenheit, in der er über sich selbst, seine persönlichen Erfahrungen und Grenzen spricht, und seine Sensibilität. Sodann nimmt er die psychologische Ebene ernst. Deswegen decken sich für ihn Therapie und Seelsorge in der Einschätzung der menschlichen Probleme und Defizite. Wer zum Beispiel (als Kind) nie geliebt worden ist, der kann auch nicht lieben oder sich von Gott geliebt wissen. Am wichtigsten aber ist Grüns Selbstverständnis. Er sieht sich als geistlicher Begleiter. Die Gottesliebe hat deshalb für ihn den höchsten Stellenwert. Am liebsten möchte er den Leser wie ein Mystagoge in ihr Geheimnis einführen, und wie bei den Mystikern wohnt die Liebe Gottes im Innersten des eigenen Herzens. Sein Engagement spürt man am deutlichsten dort, wo er berichtet, wie tief er sich auf den »Begleiteten« einlässt (»gemeinsam ... hinabsteigen in den Sumpf seiner Lebensgeschichte«). Allerdings kann sicher auch nicht jeder nachvollziehen, dass menschliche Liebe nur gelingen kann, wenn man sie als Vermittlung der göttlichen Liebe versteht. Hier erhebt Grün seinen Glauben zum absoluten Maßstab, wobei er letztlich nicht sagt, was diese Gottesliebe ist. Ab und zu stören Vereinfachungen: Eros drückt sich nicht nur im sexuellen Akt aus, der fehlende Wein bei der Hochzeit von Kana ist nicht fehlende Liebe, und die blutflüssige Frau ist wohl kaum eine Person, die sich durch übermäßiges Geben verausgabt hat.

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.