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Leserbrief
Im Zweifel unterlassen

vom 24.02.2026
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Wenn man die mit knapper Mehrheit beschlossene Überprüfung des Abkommens auf seine Rechtmäßigkeit zulässt und abwartet, kann wenigstens Rechtssicherheit eintreten. Die Folgenabschätzung ist und bleibt Mutmaßung. Die Erfahrung zeigt, dass nicht immer alles gut geht. Im Zweifelsfall setzen sich ökonomische gegen ökologische und soziale Ziele durch. Wie sollte es erstmals bei Mercosur anders sein? Im Zweifel muss unterlassen werden, was schaden kann. Von diesem wichtigen Vorsorgeprinzip wendet sich die EU zunehmend ab – unverantwortlich in Anbetracht der offensichtlichen Konsequenzen für unser Land, den Planeten, Europäer und Menschen an anderen Orten. Nur allumfassend fairer Handel in ehrlicher Absicht aller Beteiligten hat das Zeug, Wohlergehen und Frieden unter Nationen und Großmächten zu installieren. Maria Gubisch, Gelnhausen

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 4/2026 vom 27.02.2026, Seite 62
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Das Kernproblem in der Diskussion über das EU-Mercosur-Abkommen ist, dass ein erheblicher Teil der hiesigen Dritte-Welt-Szene de facto eine postkoloniale Beurteilung der Verhältnisse in Brasilien an den Tag legt. Man ist fest überzeugt, dass die ökologischen Standards in Europa in der Landwirtschaft viel höher als diejenigen in Brasilien sind. Deswegen müssten wir den Brasilianern vorschreiben, wie sie ihr Entwicklungsmodell gestalten sollten. Unter Lula hat Brasilien die Abholzung des Regenwaldes massiv verringert. Die brasilianische Regierung hat sich selbst das Ziel gesetzt, die Abholzung bis 2030 ganz zu stoppen. Mit welchen Recht maßen wir uns an, die von der Regierung Brasiliens selbst gesetzten Ziele anzuzweifeln. Roger Peltzer, Kerpen

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