Rote Nasen
Sie kommen fast immer überraschend. Doch wenn sie da sind, kann man sie nicht übersehen und schon gar nicht überhören. Klinikclowns mit roten Nasen wackeln auf Ringelstrümpfen über die Flure der Krankenstationen und Pflegeheime, tönen mit Hupen und Trompeten gegen Angst und trübe Gedanken an und sprengen die sterile Atmosphäre mit Blumen und Gitarren. Die ersten Clowndoktoren zogen 1993 aus einem New Yorker Zirkus in die Kinderkliniken ein und verbreiteten sich rasch auf der ganzen Welt. Dass ihre Auftritte gesundheitsfördernd sein können, ist inzwischen wissenschaftlich belegt. Jetzt, in der Corona-Krise, bekamen sie allerdings oft keinen Zutritt zu ihrem Publikum und standen vor verschlossenen Einrichtungen. Doch wenn es jemanden gibt, der sich durch widrige Umstände nicht entmutigen lässt, dann sind es Clowns: »78 Prozent der Organisationen schufen brandneue künstlerische Aktivitäten«, berichten die Red Noses International über die Aktivitäten der weltweiten Gruppen.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
