Leserbrief
Zu mir selbst kommen
Selten hat mich ein Text so berührt wie dieser von Iris Wolff. Vielen Dank dafür. Und auch das vorangestellte Gedicht von Mascha Kaléko ist wunderschön. Alles, was sie sehr klar sagt, kann ich von Herzen bejahen, und mir ist sofort eine Erkenntnis eingefallen, die Laotse zugeschrieben wird: »Die größte Offenbarung ist die Stille.« Elke Schäfer, Hitzacker (Elbe)
Die tiefschürfenden Reflexionen der Lyrikerin erschließen mir ungeahnte Dimensionen der Stille – einer Stille, in der es Innen- und Außenseiten, Tiefen und Höhen gibt. Doch erst dann komme ich in die Stille, wenn ich einen Raum der Stille gefunden habe, in dem der Lärm der Straße außen vor bleibt. Dazu suche ich immer wieder die Marienkapelle auf. Dort komme ich zur Ruhe und meist auch zu mir selbst. Je mehr ich alles loslassen kann, desto mehr kann ich in mich hineinhören. Dann sprechen plötzlich wunderbare Erfahrungen zu mir, ohne Worte. Doch Stille hat auch etwas Bedrohliches, Angsterregendes an sich. Langsam nur kann ich dann Befreiendes und Erhellendes verspüren. Klaus Beurle, Würzburg




