Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2020
Zukünfte gesucht!
Wohin sich Politik, Kirchen und Gesellschaft entwickeln werden
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 17.01.2020

Die Gefahren sehen

Zu: »Der Plan von der Abschaffung des Todes« (23/19, Seite 26-30)

Mithilfe der modernen Technik wollen Transhumanisten das Leben verbessern und verlängern. Wenn aber zu viel Technik eingesetzt wird, besteht die Gefahr, dass dem Körper zu viel abgenommen wird und er an Energie verliert. Dadurch wird ein Rückgang der körpereigenen Aktivität bewirkt. Eine weitere Gefahr ist, dass der natürliche Zeitpunkt des Sterbens nicht mehr eintreten kann. Bei zu viel Technik im Körper kann es auch zu einem längeren und leidvollen Sterbevorgang kommen. Einige Transhumanisten hoffen sogar, sich von allen körperlichen Beschränkungen freizumachen und ihr Bewusstsein für immer auf eine Festplatte zu laden. Sofern dies möglich ist, wird vieles nicht bedacht. Die Transhumanisten gehen nur vom Geist und den Gedanken aus. Aber auch alle unsere Gefühle und Einstellungen sind Teil unseres Bewusstseins. Sie halten den Körper für unvollkommen. Aber der Körper wurde als vollkommener Organismus geschaffen. Beate Spengler, Murrhardt

Technische Hilfsmittel können verloren gegangene menschliche Funktionen natürlich ersetzen oder wieder aktivieren. Perfekte Lebewesen schaffen zu können wird allerdings glücklicherweise eine Illusion bleiben, die Ähnlichkeit mit dem vulgärkapitalistischen Prinzip des endlosen Wachstums aufweist. Kreativität und Vertrauen sind ohne die Herausforderungen des Nichtperfekten gar nicht möglich. Und dass sich Transhumanisten gerade auf Nietzsche berufen, macht deren Sache lächerlich. Denn der hatte als Kritiker zwar seine Berechtigung, war aber ein kränklicher, leicht eingeschnappter Mensch, dem als Autor nichts anderes einfiel, als seine Ideen mit dem Anspruch des Unwidersprechlichen aus der Perspektive eines Zarathustra zu verkünden und damit den weitgehend dualen Charakter unserer Wirklichkeit auszublenden. Christoph Müller-Luckwald, Bingen

Menschliche Unsterblichkeit! Hat es das nicht schon mal gegeben? Hatten vielleicht die Ureltern Adam und Eva, das Problem einer totalen Überbevölkerung vorausahnend, bewusst von der verbotenen Frucht gegessen? Jedenfalls war der Traum von einem bedeutsamen menschlichen Privileg damit

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen