Was bleibt, ist nur die Hoffnung
Bundestagspräsident Norbert Lammert, ein bekennender Katholik, erklärte einmal: »Mein Hauptproblem mit meiner Kirche ist, dass sie an der Aufrechterhaltung des eigenen Geschäftsmodells mehr interessiert zu sein scheint als an der Vermittlung von Glaubensinhalten.« Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, nennt als Aufgabe der Kirche die »Glaubensstärkung für die Welt«. Um die Inhalte des Glaubens geht es anscheinend weder der katholischen noch der evangelischen Kirche. Nach nahezu zweitausend Jahren sind die Inhalte des christlichen Glaubens, so könnte ein Argument der Begründung lauten, ohnedies
alt- und allbekannt. Doch stimmt das?
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Martin Urban, geboren 1936, ist Publizist und war langjähriger Leiter der Wissenschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung.
