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»Zu richten die Lebenden und die Toten«?

So steht es im Glaubensbekenntnis. Doch wer mag noch vom Gericht Gottes sprechen? Sollen aber Mord und Unrecht in der Liebe Gottes ungesühnt bleiben?
von Gotthard Fuchs vom 13.01.2006
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Schon die Frage löst gemischte Gefühle aus. Ist nicht allzu oft in Christenkreisen nur Angst gemacht worden mit der Rede von Gottes Gericht? Sind nicht Generationen von Menschen dadurch in Sünden- und Höllenängste geraten? Sollte nicht vor allem Gott - wenn er denn schon die Liebe ist - ganz anders sein als die Richter und Gerichte dieser Welt? Gewiss. Aber was ist mit der Sehnsucht, dass er, der Christus Gottes, »kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten« - immerhin Bekenntnis aller Christen und Kirchen? Was ist mit der eucharistischen Anrufung »bis du kommst in Herrlichkeit«? Angst machen - gar im Namen eines himmlischen Scharfmachers - auf gar keinen Fall! Aber auch nicht die gutbürgerliche Halbierung des Evangeliums nach dem Motto: »Ein Gott ohne Zorn brachte Menschen ohne Sünde in ein Reich ohne Gericht durch den Prie

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