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Deutsche Waffen für das globale Dorf

Die Bundesregierung hat 2015 fast doppelt so viele Waffenexporte genehmigt wie im Jahr zuvor, und auch 2016 steigen die Exporte weiter. Die Entwicklung liegt im globalen Trend. Die Welt setzt auf Waffen. Ein Kommentar von Markus Dobstadt
von Markus Dobstadt vom 15.07.2016
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Panzer vom Typ Leopard 2 sollen nach Katar geliefert werden, obwohl das Land Berichten zufolge am Krieg in Jemen beteiligt ist. Diese und andere deutsche Rüstungsexporte werfen viele Fragen auf  (Foto: pa/Burgi)
Panzer vom Typ Leopard 2 sollen nach Katar geliefert werden, obwohl das Land Berichten zufolge am Krieg in Jemen beteiligt ist. Diese und andere deutsche Rüstungsexporte werfen viele Fragen auf (Foto: pa/Burgi)

Ausfuhren im Wert von 7,86 Milliarden Euro hat die Bundesregierung laut ihrem jüngsten Rüstungsexportbericht im Jahr 2015 genehmigt. Das ist fast doppelt so viel wie 2014 (3,97 Milliarden Euro). Unter anderem kann Katar, ein Land, das als Unterstützer der Terrororganisation Islamischer Staat gilt, für rund 1,6 Milliarden Euro Leopard-2-Kampfpanzer und Panzerhaubitzen kaufen. Das Geschäft war schon unter der schwarz-gelben Regierung eingefädelt worden. Der Rekordwert für die Ausfuhren könnte dieses Jahr sogar noch übertroffen werden. In den ersten sechs Monatens dieses Jahres wurden bereits Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter im Wert von mehr als vier Milliarden Euro erteilt. Unter anderem erhält Saudi-Arabien, das ebenfalls im Verdacht steht, islamistischen Terror zu fördern, Patrouillenboote und Hubschrauber.

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