Bürgerkrieg in der DR Kongo
Das Trauma von Goma

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Claude Amisi bekommt das Bild nicht aus dem Kopf: Seine Tochter, elf Jahre alt, hält ihre kleine Schwester im Arm, sie ist zwei Jahre alt. Beide weinen. Ihre Mutter ist gerade vor ihren Augen zusammengebrochen, getroffen von einem Querschläger. Ein Bauchschuss. »Meine Frau stirbt, dachte ich. Und jetzt muss die Schwester die Mutter ersetzen«, erzählt Amisi. »Es war schrecklich. Die Kinder haben tagelang nichts gegessen.«
Es ist der Januar des vorigen Jahres. Die Rebellengruppe »Bewegung des 23. März«, kurz »M23«, stürmt gemeinsam mit Soldaten aus dem Nachbarland Ruanda die kongolesische Millionenstadt Goma. Drei Tage lang toben Straßenkämpfe. Maschinengewehre rattern. Granaten schlagen ein. Die Menschen kauern in ihren Holzhütten unter den Betten, halten sich an den Händen und beten. In einer er
Constantin Leclerc ist ein Pseudonym, da die Person, die den Beitrag geschrieben hat, in Goma um ihre Sicherheit fürchtet.




