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Das bizarre Jahr des Martin Schulz

von Markus Dobstadt 17.02.2018
Im Januar 2017 wurde Martin Schulz als Kanzlerkandidat der SPD nominiert, im März zum Parteivorsitzenden gekürt, mit 100 Prozent der Stimmen. Es war das beste Ergebnis eines SPD-Chefs in der Nachkriegszeit. Wie ein Messias wurde er begrüßt. Umso brutaler ist sein Absturz. In dieser Woche trat er vom Parteivorsitz zurück. Die SPD und ihr gefallener Erlöser: Rückblick auf ein bizarres Jahr
Martin Schulz, am Tag seines Rücktritts: Erst Messias, dann gekreuzigt. Die SPD spricht schon wenige Tage nach dem 13. Februar 2018 nicht mehr über den Mann aus Würselen. (Foto: pa/AP/Markus Schreiber)
Martin Schulz, am Tag seines Rücktritts: Erst Messias, dann gekreuzigt. Die SPD spricht schon wenige Tage nach dem 13. Februar 2018 nicht mehr über den Mann aus Würselen. (Foto: pa/AP/Markus Schreiber)

Am Ende entglitt Martin Schulz alles. Eigentlich waren die Koalitionsgespräche für die SPD gut gelaufen. Gegenüber der Sondierung konnte sie zwar inhaltlich nicht mehr viel herausholen. Doch die Ministerposten, die die SPD in einer Großen Koalition bekäme, können sich sehen lassen. Außen-, Finanzen, Arbeitsministerium, dazu die Ressorts für Familie, Justiz und Umwelt. Und das bei einem Wahlergebnis von nur 20,5 Prozent der Stimmen, dem schlechtesten für die SPD bei einer Bundestagswahl. Die CDU (26,8, mit CSU 32,9 Prozent) würde, wenn es zu einer GroKo käme, nur fünf Ministerien erhalten, plus das Kanzleramt. Die CSU drei. Chapeau Martin Schulz, sollte man meinen. Gut gekämpft.

Doch die SPD erlag nach dem Erfolg der V

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