Zur mobilen Webseite zurückkehren

Jutta Allmendinger

Was tun gegen das offenbar unaufhörliche Sinken der Geburtenzahlen in Deutschland?
vom 04.05.2026
Artikel vorlesen lassen
Jutta Allmendinger (Foto: PA/DPA/Michael Matthey)
Jutta Allmendinger (Foto: PA/DPA/Michael Matthey)

Jutta Allmendinger, Soziologin und Mitglied im Deutschen Ethikrat, fordert mehr staatliche Förderung für Kinder und weniger für die Ehe. In Hinblick auf die niedrigste Geburtenrate in Deutschland seit 1946 – im vergangenen Jahr kamen hier nur 654.300 Kinder zur Welt, während 1,01 Millionen Menschen starben – sagte Allmendinger, Frauen wären nur dann zu mehr Kindern bereit, wenn dies nicht länger mit enormen Einkommensverlusten verbunden wäre: »Mit einem Kind reduziere ich mein Einkommen im Vergleich zu kinderlosen Frauen um fast 40 Prozent, mit zwei Kindern um die Hälfte, mit drei Kindern um 64 Prozent.« Solche wirtschaftlichen Nachteile seien der wichtigste Grund, keine Kinder zu bekommen.

Es brauche aber auch andere Anreize, sagte Allmendinger: Nur eine gleichmäßigere Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen Frauen und Männern könnte die Geburtenrate erhöhen. Migration hingegen helfe gegen das Schrumpfen der Bevölkerung nicht mehr: »Der Mythos, dass Migranten oder Personen mit Migrationsgeschichte da so viel ändern, ist falsch. Sie haben mittlerweile eigentlich kaum mehr einen Unterschied.«

Allmendinger nannte als weitere Gründe für den Rückgang der Geburtenzahlen, dass Frauen in Deutschland im Schnitt erst mit über 30 Jahren das erste Kind bekämen: »Die Spanne, in der Frauen noch Kinder bekommen können, ist also relativ kurz.«

4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung (Öffnet in einem neuen Tab).

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette (Öffnet in einem neuen Tab).
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0