Dirk Messner
Dirk Messner, Leiter des Umweltbundesamtes, erwartet in den kommenden Jahren heftigere und häufigere Hitzewellen in Deutschland. »Wenn wir in fünf oder zehn Jahren auf heute zurückblicken, werden wir mit großer Gewissheit sagen, dass 2026 ein eher kühles Jahr war«, sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur. In Berlin werde es im Jahr 2050 regelmäßig so heiß werden wie in Madrid. Dennoch habe es der Klimaschutz schwer. Die weltpolitische Lage und die Sorge um die Wirtschaft hätten den Klimaschutz aus dem öffentlichen und politischem Bewusstsein verdrängt. »Die Weltgemeinschaft hat sich mit dem Klimaabkommen von Paris verpflichtet, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5 bis 2 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Momentan bewegen wir uns auf einen Anstieg in Richtung von etwa 2,6 Grad«. Das werde zu enormen Belastungen für die Menschen führen. Aber es gebe auch gute Nachrichten. So sei die Emission der Treibhausgase in Deutschland seit 1990 um knapp 50 Prozent gesunken. Noch könnten wir die Klimaschutzziele erreichen, glaubt Messner. Mit dem »Green Deal« könnte Europa zeigen, wie man Klimaschutz und Wohlstandssicherung zusammenbringt.

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