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Unterm Brennglas
Klimakrise

Die Hitzewelle Ende Juni 2026 hat laut RKI zu 5100 Sterbefällen in Deutschland geführt. Klimaforscher sagen, dass Hitzewellen länger, heißer und häufiger würden. Katharina Dröge vom Bündnis 90/ Die Grünen forderte die Koalition auf, eine ehrliche Debatte zu führen. Worüber müsste endlich gesprochen werden?
von Florian Zollmann vom 23.07.2026
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(Foto: pa/Jochen Eckel)
(Foto: pa/Jochen Eckel)

Nach Angaben einer Pressemitteilung des Copernicus Climate Change Service (C3S) vom 9. Juli 2026 habe es sich beim Juni 2026 um den wärmsten Monat Juni gehandelt, der bisher in Westeuropa aufgezeichnet worden sei. Die stellvertretende Direktorin des C3S-Dienstes, Samantha Burgess, bemerkte dazu, der Juni 2026 habe gezeigt, wie tiefgreifend sich das Klima verändere. Die Folge seien zunehmend intensivere Hitzewellen, ein anhaltend warmer Ozean sowie wachsende Risiken für Menschen, Ökosysteme und Infrastruktur in ganz Europa und darüber hinaus. In seiner Regierungserklärung vom 9. Juli 2026 von Bundeskanzler Friedrich Merz wurden die Hitzewelle und der Klimawandel kaum erwähnt. Laut einem Pressebericht des Deutschen Bundestages habe die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Katharina Dröge, dem Bundeskanzler vorgehalten, er habe zu den dramatischen Folgen der Hitzewelle Ende Juni geschwiegen. In einer Pressemitteilung vom 9. Juli 2026 schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI), die Hitzewelle Ende Juni 2026 habe in Deutschland neue Höchstwerte erreicht und nach Schätzungen des RKI bisher zu etwa 5100 hitzebedingten Sterbefällen in Deutschland geführt. Katharina Dröge hatte die Koalition daraufhin aufgefordert, eine ehrliche Debatte zu führen. Zur Erinnerung: Das Bundesklimaschutzgesetz (KSG) verpflichtet Deutschland, mittels nationaler Klimaschutzziele die Treibhausgasemissionen im Einklang mit europäischen Zielvorgaben zu verringern. Ziel ist es laut KSG, im Rahmen des Übereinkommens von Paris und der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter zwei Grad Celsius und möglichst auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, damit die Auswirkungen des weltweiten Klimawandels so gering wie möglich ausfallen. Auch die deutschen Medien erwähnen den Klimawandel und seine Auswirkungen im Zusammenhang mit der derzeitigen Hitzewelle. Aber erörtern die Medien dabei ausreichend und deutlich genug so dringende und wichtige Fragen wie die Zusammenhänge von Hitzewellen und Klimawandel, sodass die Öffentlichkeit in der Lage ist, die Notwendigkeit einer zeitgerechten Klimapolitik zu erkennen?

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