Eine ziemlich gute Sache
Das Wunder von Bremen
Wenn Christoph Buße morgens vor der schweren Eingangstür zur Heilig-Geist-Kirche steht, wird ihm jedes Mal die Sinnhaftigkeit seiner Arbeit bewusst. Das Bronzerelief der Kirchentürflügel zeigt »Die Speisung der Fünftausend«. Das Wunder: Jesus teilt fünf Brote und zwei Fische und kann damit unzählig viele Menschen satt machen. »Genau das, was wir hier machen«, freut sich Buße und deutet nach ganz unten links in der Darstellung: Einer der Fünftausend hat ein Fahrrad dabei. »Das gab es vor 2000 Jahren doch noch gar nicht. Was will uns der Künstler damit sagen?«, schmunzelt der 61-Jährige. »Dass dieses Wunder auch heute möglich ist.« Und tatsächlich, als er die schwere Tür öffnet, wird dahinter der reich gefüllte Kirchenraum sichtbar. Wohlsortierte Ständer mit Kleidung, Regale mit Elektrogeräten, Geschirr, Spielzeug, Foodsharing-Kühlschränke. Und über allem, im Altarraum, Jesus am Kreuz. »Wir produzieren so viel auf der Welt. Es reicht für alle«, sagt Buße.
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