Black Lives Matter
Amerika erlebt und durchlebt derzeit eine gewaltige Protestwelle. Ausgelöst durch den gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis demonstrieren im ganzen Land Zehntausende von Menschen gegen Polizeigewalt und fordern »Black Lives Matter«. Und das tagtäglich. Die Gewerkschaft der »International Longshore and Warehouse«-Arbeiter solidarisierte sich Mitte Juni und machte alle Häfen an der Westküste dicht. Unternehmen schließen sich den Protesten an, überdenken ihre eigene Firmengeschichte, ändern Namen von Produkten. Denkmäler von Generälen der Südstaaten, von ehemaligen Sklavenhaltern, von Christopher Kolumbus und anderen werden gestürzt. An Brücken, Straßenecken, auf vorbeifahrenden Autos, in Küchenfenstern, überall kann man »Black Lives Matter« (übersetzt: »Schwarze Leben zählen«) lesen. Amerika erlebt eine breite Front, die ein Umdenken und eine tiefe Reform des gesellschaftlichen Lebens einfordert.
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