Gefühlserbschaften

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Zwei Bilder. Echte Ölgemälde, ordentlich gerahmt. Darauf: zwei imposante Passagierdampfer. Ich war zwölf oder dreizehn, als sie plötzlich bei uns im Flur hingen, oben an der Treppe. Jedes Mal, wenn ich hinaufging, fielen sie mir ins Auge – und weckten in mir Sehnsucht: nach Meer, nach Weite, nach einem Leben jenseits der engen Welt meiner Eltern.
Meine Eltern waren freundliche Menschen. Und doch lag über unserem Zuhause oft etwas Unerlöstes, wie ein grauer Schleier. Heute nenne ich das: die dunkle Wolke. Damals wusste ich nur: Hier stimmt etwas nicht – und es hat mit der Vergangenheit zu tun.
Meine Eltern waren 16, als der Krieg 1945 endete. Sie gehören zu den »Kriegskindern« – jener Generation, die den Nationalsozialismus als Heranwachsende erlebt hat, ohne selbst zur T




