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Stadt oder Land?

Forscher fanden heraus: Diese Frage ist nicht entscheidend für die Gesundheit
von Heike Baier vom 25.04.2019
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Johannes Zawatka erinnert sich noch genau, wann ihm klar wurde, dass er wegwill aus der Stadt. Er war 16 Jahre und fuhr mit der U7 durch seine Heimatstadt Berlin. »Ich habe die Menschen, die um mich herumsaßen, beobachtet und überlegt: Wenn die alle nicht mehr wären, das würde mich gar nicht interessieren. Ich kenne die nicht. Und wenn umgekehrt ich nicht hier säße oder tot umfiele, das wäre denen auch komplett egal.« Da sei ihm zum ersten Mal die Anonymität der Stadt schlagartig bewusst geworden. »Dieses Gefühl fand ich unglaublich beklemmend.« Schon als Kind hatte ihn, der vergleichsweise behütet im bürgerlichen Stadtteil Steglitz aufgewachsen ist, vieles an Berlin »ermüdet und angestrengt«: Das Gedränge auf der Einkaufsstraße oder der Verkehr, wenn er mit dem Fahrrad zur Schule fuhr. »Ich hatte einen ganz starken Drang, da rauszukommen.« So überredete er seine Eltern noch während der Schulzeit, in das kleine hessische Dorf Freienseen ziehen zu dürfen, wo das Ferienhaus seiner Großeltern stand. Dort wohnte er alleine und machte in der benachbarten Stadt sein Abi. Bereut hat er es »keine Sekunde«, sagt der heute 39-Jährige. Er wohnt noch immer in dem 800-Seelen-Ort, nun mit seiner Familie.

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