Kein Geld macht glücklich
Raphael Fellmer muss ein paar Sekunden nachdenken bei der Frage, wann er eigentlich das letzte Mal Geld ausgegeben hat. »Ah, das war vor ungefähr fünf Jahren«, sagt er dann. »Damals, vor meiner Reise nach Mexiko.« Damals – das war nach dem Studium, als er mit ein paar Freunden durch Lateinamerika und durch Mexiko gereist ist. »Wir sind in diesem Land so offen und herzlich empfangen worden. Man hat uns zu essen und zu trinken gegeben, Schlafplätze natürlich auch. Wir haben überhaupt kein Geld ausgegeben. Also dort beschloss ich, nach unserer Rückkehr so ein Leben ohne Geld in Deutschland mal zu probieren, wie das ist und ob das klappt.« Und, hat es geklappt? »Hervorragend«, sagt Raphael Fellmer und erzählt, dass er seitdem im »Geld- und Konsumstreik« lebt. Der 28-Jährige lebt in Berlin mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern. Ohne Geld. »Oder fast ohne Geld«, fügt Raphael hinzu. Das heißt: »Meine Frau hat etwas Geld, sie hat auch ein Konto. Wir bekommen Kindergeld, das ja allen zusteht, das nehmen wir an.«
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