Das kann doch nicht sein
Verhängnisvolle Dynamik

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Unlängst bekam ich eine Einladung zur Jahrestagung der Katholischen Erwachsenenbildung in Wien. Die Veranstaltung hatte den Titel »Frieden lernen« und ich dachte: Donnerwetter, in Österreich trauen sie sich noch was. Und dann erschrak ich bei diesem Gedanken – denn niemand würde heute in Deutschland tatsächlich noch eine Tagung zum Thema »Frieden« machen. Der Pazifismus ist ja seit der sogenannten Zeitenwende medial und politisch zu etwas Bösem umcodiert und wird nur noch von denen vertreten, die entweder harmlos verschratet nicht mitbekommen haben, dass eben Zeitenwende dekretiert worden ist (die bemitleidenswerte Variante) oder sich gar absichtsvoll dem neuen bellizistischen Narrativ nicht anschließen mögen (die zu bekämpfende Variante). So oder so, der Pazifismus ist diskreditiert, und zwar begründungsfrei.
Harald Welzer ist Soziologe, Sozialpsychologe und Publizist. Er lebt in Berlin und auf den Kanaren. Er ist Autor zahlreicher Sachbücher.





Georg Lechner 30.12.2025, 17:40 Uhr:
Allmählich wird die Bevölkerung vom konzertierten Trommelfeuer der Rüstungsindustrie und ihrer Hilfswilligen in Politik und Medien zermürbt. Hier muss man auch den öffentlich-rechtlichen Medien vorwerfen, dass sie da mitmachen und so ihren eigenen Anspruch diskreditieren, als kritische Instanz die vierte Säule der Demokratie zu sein. Bereits in den 1950ern fielen die ersten Politiker (Konrad Adenauer, Franz Josef Strauß) mit unsäglichen Zitaten auf:
"Der beste Weg, den deutschen Osten wiederzuerlangen, ist die Wiederbewaffnung Deutschlands innerhalb der Europäischen Armee" (Adenauer, 1952)
"Die taktischen Atomwaffen sind im Grunde nichts anderes als eine Weiterentwicklung der Artillerie und es ist ganz selbstverständlich, daß wir nicht darauf verzichten können, daß unsere Truppen auch bei uns die neuesten Typen haben" (Adenauer, 1957)
Strauß verhöhnte 1957 Otto Hahn als einen "alten Trottel, der die Tränen nicht halten und nachts nicht schlafen kann, wenn er an Hiroshima denkt".