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Zur blauen Stunde

vom 04.07.2020
von Susanne Brandt, Flensburg
(Foto: Brandt)
(Foto: Brandt)

Noch nie haben wir
mit den Amseln gesungen
zur blauen Stunde
im Garten vorm Haus.

In dieser Zeit aber
treibt uns die Sehnsucht
an jedem Abend
ins Freie hinaus
zu den Stimmen der anderen,
meterweit fern –
und wir staunen
wie sie,

sind uns nahe im Klingen,
verbunden im Schwingen,
fast tanzend manchmal
zur Melodie.

Unterm schwebenden Segen
nehmen wir später
ein Lachen,
ein Wort,
einen Rhythmus
hinein

in die Küchen,
die Nacht,
in die Sorgen
und Träume.

Seit einiger Zeit
schlaf ich ruhiger ein.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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