Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2013
Vertrauen, verändern, genießen
Margot Käßmann über die Zukunft der Christen
Der Inhalt:
Artikel vorlesen lassen

Wunder sind machbar

von Markus Dobstadt vom 07.12.2013
Fundraising ist mehr, als mit dem Spendenkorb herumzugehen – wenn man es richtig macht. Es kann Kirchengemeinden nachhaltig verändern
Ein stolzes Ergebnis: Nur weil sie intensiv um Spenden warb, konnte die evangelische Gemeinde in Wiesbaden-Kloppenheim  ihre Kirche aufwendig sanieren (Foto: Sawert)
Ein stolzes Ergebnis: Nur weil sie intensiv um Spenden warb, konnte die evangelische Gemeinde in Wiesbaden-Kloppenheim ihre Kirche aufwendig sanieren (Foto: Sawert)

Es war ein großes Wagnis. Die evangelische Kirche in Kloppenheim, einem Stadtteil Wiesbadens, musste renoviert werden. Risse hatten sich gebildet, die alte Natursteinmauer vor dem Gebäude drohte einzustürzen. Für die 800 000 Euro teure Innen- und Außensanierung sollte die Kirchengemeinde 250 000 Euro selbst bezahlen, und das, ohne Rücklagen zu besitzen. Wie sollte das gehen?

Es ging. Aber es wurde ein Kraftakt, der nicht nur das Kirchengebäude veränderte. Ein Arbeitskreis bildete sich und ging 2005 mutig ans Werk. »Wir haben das Gefühl gehabt, wir schaffen das«, sagt Günter Wiegand, der mit der Pfarrerin der Gemeinde, Rosemarie Wiegand, verheiratet ist. Er wurde Vorsitzender des Förderkreises »Kirche erhalten« und startete mit ihm eine Fülle von Aktivitäten. Im Fußball-WM-Jahr 2006 bot die Gemeinde zusammen mit dem örtlichen Fußballverein Public-Viewing im Pfarrgarten an. Es gab Konzerte, Open-Air-Kino und Kabarett. Verkauft wurden Weingläser mit Kirchenlogo, Kaffeebecher und Kalender.

Und es wurden Beziehungen zu vielen Menschen im Ort geknüpft. Die gaben die Zuwendung in barer Münze zurück. Manche verzichteten an Geburtstagen auf Geschenke und baten stattdessen um Spenden für die Kirche. Ein Bauunternehmer schenkte Arbeitsstunden. Im Jahr 2011 war die Sanierung bezahlt. Insgesamt kamen rund 330 000 Euro zusammen. Auch Kirchenferne oder Angehörige anderer Konfessionen gaben Geld.

Günter Wiegand ist sehr zufrieden: »Jetzt strahlt die Kirche das aus, was ich von Anfang an in ihr gesehen habe: Ruhe und Kraft. Manche sagen, sie sei ein Ort der Inspiration.« Wiegand hat inzwischen eine zweijährige Ausbildung zum Fundraiser absolviert und berät Gemeinden und kirchliche Institutio

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Kommentare
Der Kommentierungszeitraum für diesen Artikel ist abgelaufen, daher können Sie ihn leider nicht mehr kommentieren.