Zur mobilen Webseite zurückkehren

Wir sind alle aufgefordert nachzudenken

vom 15.04.2020
von N. N.

Sie regen mich an, zu schreiben, wie ich diese Zeit erlebe.

Ich denke, irgendwie sind wir alle gefragt und aufgefordert nachzudenken. Ich denke, es muss für uns alle eine Zeit der Besinnung sein: Wo ist meine Lebensgrundlage, wo bleibt meine Bescheidenheit angesichts unserer Erdausbeutung. Alles ist so oberflächlich geworden.

Ich lebe allein. Mein Mann ist vor gut einem Jahr gestorben. Er fehlt mir sehr, und doch fühle ich auch jetzt in vielen Begebenheiten sein Dasein. Nun zu dem, was mich trägt: Das sind meine Erlebnisse – Erfahrungen, mein Glaube und Vertrauen auch jetzt in dieser Zeit.

Was tue ich? Zuerst mein Alltägliches. Friedrich Weinreb schreibt in seinem Buch »Was ist beten«, mein Gebet, das bin ich. Und so bete ich besonders in diesen Tagen für alle, die heute sterben:

Guter Gott, nimm sie auf in deine Herrlichkeit,
für alle Verzweifelten bitte ich um Vertrauen in Gottes Liebe für alle,
für die Ratlosen und Ungläubigen um Erkenntnis und Kraft.

Es gibt Lieder und Gebete, die ganz mein geworden sind, zum Beispiel
»Großer Gott meines Lebens« von Gertrud von le Fort,

von Eugen Drewermann seine Bücher, zum Beispiel
»Eine Liebe stärker als der Tod«,
»Vertrauen kann man nur auf Gott«,

von Friedrich Weinreb: »Was ist beten?«
»Innenwelt des Wortes im Neuen Testament«.

Bücher von Elmar Gruber, Richard Rohr, Jörg Zink.

Die Autoren führen mich vielfach in meine eigene Lebensmitte. »Ja, lesen ist: zu sich kommen.«

______

Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

______

Jeden Morgen kostenlos per E-Mail: Spiritletter von Publik-Forum

Kommentare
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.