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Wie geht beten? – Mein Erlebnis

Im Publik-Forum Dossier »Warum ich (nicht) bete« (24/2016) hatten wir Sie aufgefordert: »Schreiben Sie uns Ihre Erlebnisse und Erfahrungen!« Eingegangen sind so viele persönliche Statements, dass wir deren Veröffentlichung nach zwei Printausgaben hier online fortsetzen. Wir laden Sie ein, Ihr ganz persönliches Bet-Erlebnis einfach hinzuzufügen!
(Grafik: iStock by Getty/frimages)
(Grafik: iStock by Getty/frimages)

»Zu einem Gott beten, den es »gibt«, der tröstet, antwortet, handelt kann ich nicht. Ich halte ihn für eine Fiktion, aus unseren Wünschen geboren. Wohl aber ergreift mich wieder und wieder in Ehrfurcht das Wirken im Universum wie in allem, was ist, sich etwas verwandelt, gestaltet, wirkt – auch in uns und überall: Es gibt Gott nicht, aber ich lebe aus ihm.« Irmela Ohm-Dening

»Gott stelle ich mir nicht als »Person« (im heutigen Verständnis des Begriffs) vor. Sondern als Ur-Energie, Ur-Kraft, als das »Göttliche«, als »Mysterium«, als »heiliges Geheimnis«. Kann ich zu diesem »Gott« beten? Nicht so, wie »beten« gemeinhin verstanden wird. Beten, erst recht ein Beten »ohne Unterlass« (1Th 5,17) geht anders ...Wer beten will, muss zuerst still werden. Er muss sich aus dem Lärm der Welt ausklinken ... Was sich aus der Stille meldet, kann Staunen und Verwundern auslösen. Ich werde mit etwas konfrontiert, das aus dem Rahmen des Gewohnten und Bekannten herausfällt. Ich spüre etwas von den Hintergründen, von den Abgründen der Dinge. Das ist das Erschreckende am Staunen. Aber es zeigt auch die Faszination, die das Staunen haben kann. Der Staunende erahnt einen tragenden Grund ... Gebet kann auf Dauer ein hochgerüstetes politisches System zum Einsturz bringen, wie die seit 1982 praktizierten »Montags-Friedensgebete« in der ehemaligen DDR, aus denen 1989 die Montagsdemonstrationen hervorgingen. Gebet ist ein Echolot menschlichen Lebens ...« Prof. Norbert Scholl

» ... Ich lernte beten bei Menschen, die glaubend beteten und für die der Gott der Bibel immer wieder zur Herzensfreude wurde. Meine intensivste Nähe zu Gott war die Zeit im Krankenhaus, als ich nach großer Krebsoperation flach lag mit vier Schläuchen in mir drin. Bei den heutigen Möglichkeiten war ich dabei ziemlich schmerzfrei. Das war eine herausgehoben glückliche Zeit zwischen mir und meinem Gott. Im Gebet verbunden. Ich dachte an Verse vom Hohen Lied, Altes Testament. Keine Angst gespürt. Ich habe mich anvertraut. Im Internet hatte ich zuvor gelesen, dass bei dieser Art von Krebs nach drei Jahren noch 30 Prozent leben. Ich gehöre zu den Überlebenden bei glattem OP-Verlauf.« Dietmut Thilenius

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»Wie geht beten? Beten ist nicht nur: Sitzen, Händefalten, Sprechen. Mein Beten ist ständiger Kontakt zu Gott. Gott ist Geist, sein Geist beeinflusst mich. Wenn ich einen Krankenbesuch mache, denke ich unterwegs: Lass mich das Richtige sagen.« – Ich mache einen Ausflug: Lass mich gesund zurückkommen. – Im Bus: Segne sie alle! Beten kann so einfach sein, wenn ich daran glaube, dass sein Geist immer und überall gegenwärtig ist ...« Ursula Platte

»Ich bin in einer christlich orientierten, toleranten Familientradition aufgewachsen. Zwar in lebhafter Auseinandersetzung im Konfirmations- und Religionsunterricht, war mir aber z.B. das Vaterunser mit seinen Wünschen und Hoffnungen selbstverständlich und wertvoll. Aber nach und nach hatte ich Probleme z.B. mit einem monotheistischen Vater (wo ist die Mutter?). Wie passt ein entsetzlicher Tsunami in das Reich eines liebenden Gottes? Um aber die für mich wertvolle Botschaft des Vaterunsers in die sich wandelnde Lebensanschauung hinüber zu bringen, baute ich mir nach und nach einen ganz persönlichen, immer neu gestalteten Leitfaden für eine entsprechende Meditation in Richtung eines bestimmten Pantheismus auf. Kann dies vielleicht eine Anregung für andere Suchende sein?...« Michael Ziege

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