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Meine Lehre aus der Corona-Krise

vom 16.04.2020
von Gerhard Dilschneider, Ulm

Die Corona-Krise zeigt es einmal mehr: Wenn es der Tierwelt und damit ihrem Lebensraum schlecht geht, hat auch der Mensch darunter zu leiden.
Immer mehr dringt der Mensch in andere Lebensräume vor und zerstört sie. Durch Besiedlungen oder durch Raubbau an der Natur wird der Lebensraum der dort lebenden Tiere eingeschränkt.

Ihnen bleibt immer weniger Platz, oder sie geraten in eine unfreiwillige Nähe zu den Menschen.

Die Zerstörung von Lebensräumen verändert auch die Populationsgrößen der verschiedenen Arten, was wiederum das Verbreitungsrisiko eines Krankheitserregers erhöhen kann.

Der Handel mit Wildtieren, wie auf den sogenannten ›wet markets‹ (auf denen in China, wo in Wuhan der Ausbruch der laufenden Infektion lokalisiert wurde) oder in ähnlichen Situationen in afrikanischen Ländern, trägt ganz wesentlich zur Übertragung bei. Auch domestizierte Tiere, auf engstem Raum zusammengepfercht gehalten, bieten ideale Bedingungen für die Verwandlung von Mikroben in tödliche Krankheitserreger.

Viele verheerende Virus-Epidemien gehen von Tieren aus (Marburg-Fieber, Zikavirus, Lassa-Fieber, Ebola, HIV/AIDS, Vogelgrippe HSN1, Mers, Vogelgrippe H7N9, »Schweinegrippe«), so auch der Sars-CoV-2 Erreger, der vermutlich von Fledermäusen und dem Schuppentier Pangolin stammt. Wenn dieses »Überschreiten der Artengrenze« häufiger geschieht, besteht die Möglichkeit, dass sich die Mikroben aus tierischen Organismen an den Menschen anpassen und so weiterentwickeln, dass sie zu Krankheitserregern werden.

Es gilt, den Handel mit Wildtieren einzustellen, für artgerechte Tierhaltung zu sorgen sowie den Abstand zwischen Tier und Mensch zu vergrößern, zum Beispiel durch Schaffung größerer Schutzgebiete, in denen sich beide – Tier und Mensch – möglichst nicht begegnen.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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