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Die Kunst, sich in Bögen zu bewegen

vom 15.04.2020
von Maria Schneider, Hamburg

Liebe in Zeiten von Corona, das ist die Kunst, sich in Bögen zu bewegen. Es ist der Tanz der Rücksichtnahme auf den Straßen. Es gilt, sich immer wieder daran zu erinnern, dass ein stures Halten des eigenen Kurses – sei es aus Eile, sei es aus Gedankenlosigkeit, sei es aus Angst, die ja bekanntlich starr werden lässt – Bedrängnis schafft.

Liebe in Zeiten von Corona, das ist, in Bögen zu schwingen, zwischen Zuversicht und Sorge, zwischen Mut und Angst, zwischen der Vision der Hoffnung und dem Zusammensturz jeglicher Visionen, zwischen Kreativität und Gebanntsein angesichts aller Verwerfungen.

Liebe in Zeiten von Corona, das ist, wenn mir jemand zuhört in meiner Sorge und mir das Recht zur Sorge beherzt bestätigt, statt mir Klischees der Aufmunterung zuzumuten. Es ist Liebe, den Mitmenschen mit dem Wagnis der Resonanz wahrzunehmen in seiner Niedergeschlagenheit. So wird leichter, was ich zu tragen habe. Ich muss mich nicht noch anstrengen, die Bürde nicht so schwer zu empfinden.

Liebe in Zeiten von Corona, das ist, mitzuschwingen im gemeinsamen Tanz verletzlicher Menschen, der – hoffentlich – geborgen ist in einer Liebe, größer als alle menschliche Vorstellungskraft.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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