Zur mobilen Webseite zurückkehren

»Kirchenasyl wird ausgehungert«

von Markus Dobstadt vom 01.03.2019
Vor einem halben Jahr hat der Staat die Regeln für das Kirchenasyl verschärft. Seither wird weniger Menschen Schutz in christlichen Gemeinden gewährt. Dietlind Jochims, Vorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche, über die Gründe
Flüchtlingen Kirchenasyl zu gewähren wird für Gemeinden immer schwieriger, weil der Staat die Bedingungen erschwert hat. Sich davon nicht entmutigen zu lassen empfiehlt ihnen Dietlind Jochims, Vorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche (Fotos:pa/Heimken; pa/Bartilla/Geisler-Fotopress)
Flüchtlingen Kirchenasyl zu gewähren wird für Gemeinden immer schwieriger, weil der Staat die Bedingungen erschwert hat. Sich davon nicht entmutigen zu lassen empfiehlt ihnen Dietlind Jochims, Vorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche (Fotos:pa/Heimken; pa/Bartilla/Geisler-Fotopress)
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Publik-Forum.de: Frau Jochims, die Innenminister haben 2018 die Regelungen fürs Kirchenasyl verschärft. Es dauert nun meist 18, statt wie vorher sechs Monate. Die Zahl neuer Kirchenasyle sinkt seither. Bis zum August gab es monatlich bis zu 200 neue Fälle, nur 47 neue Fälle waren es in diesem Januar. Warum?

Dietlind Jochims: Die Gründe sind vielfältig: Gemeinden, die bereit sind, Kirchenasyl zu gewähren, sind nun häufig länger »belegt«. Die zunehmend zentralisierte Unterbringung von Geflüchteten erschwert Kontakte, Beratung und Beziehungen. Härtefälle können schwerer erkannt werden. Und es kommen überhaupt weniger Geflüchtete in Deutschland an. Ich behaupte, dass all dies politisch so gewollt ist.

Es geht meist um Personen, denen

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.
Paul Röhrig
07.03.201917:27
Es ist an der Zeit, den Parteien, welche das "C" für Christlich und das "S" für Sozial im Namen tragen, klarzumachen, dass sie durch ihr Handeln den Anspruch auf diese Begriffe verwirkt haben. Hier müssen die Kirchen viel stärker und wortgewaltiger auftreten. Dass sie es können, haben sie vor Jahren bewiesen, als vor anstehenden Wahlen öffentlich darauf hingewiesen wurde, doch bitte nur die Parteien zu wählen, welche die entsprechenden Merkmale aufweisen.