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Für mich ändert sich nicht so viel

vom 05.04.2020
von Ulrich Caspers, Frechen

Als 72-jähriger Rentner und Witwer mit Hang zum Einzelgänger ändert sich für mich nicht viel. Da ich seit 25 Jahren kein Auto mehr fahre, ist der Kontakt zu meinen Enkelkindern ohnehin etwas eingeschränkt. Einladungen an Freunde und Besuche müssen natürlich ausfallen ebenso wie das Ostereiersuchen in meinem Garten.

Solange weder ich selbst noch Bekannte in meiner Umgebung erkrankt sind, scheint tatsächliche Gefahr für mich weit weg. Schlimm ist allerdings, dass ich meine 94-jährige Schwiegermutter nicht mehr im Seniorenheim besuchen darf oder unterstützen kann. Jetzt telefonieren wir jeden Morgen und Abend miteinander. Benötigte Gegenstände kann ich am Empfang abgeben.

Ich nehme seit Jahren nur noch solche ehrenamtlichen Tätigkeiten innerhalb und außerhalb meiner Gemeinde wahr, die ich vom Schreibtisch aus erledigen kann. Das entspricht meiner schwankenden Tagesform.

Schade, dass alle kleinen Restaurants und Bistros geschlossen haben: türkische, kroatische, griechische, chinesische. – Kein Café, keine Pizza, keine Currywurst.

Ja, ich bete auch. Ich bevorzuge aber unter den vielen Arten der Gebete solche, die ohne Worte auskommen und mehr meditativen Charakter haben. Fürbittgebete sind mir eher fremd.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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